Ich arbeite mit folgenden Methoden

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Somatic Experiencing® wurde von Peter Levine entwickelt. Er ist Biologe, Physiker und Psychologe und forscht seit 35 Jahren bis heute intensiv auf dem Gebiet von Stress und Trauma. Er stellt sich die Frage, warum Menschen auf lebensbedrohliche Situationen - im Unterschied zu Tieren - Stress- und Traumasymptome entwickeln unter denen sie zum Teil sehr lange leiden. Er erforscht die neuro-physiologischen Vorgänge bei Gefahr sowie die Gesetze der Überlebensinstinkte, die auch für Menschen gelten. Obwohl diese nicht willentlich gesteuert werden können, entwickelte er mit SE eine Vorgehensweise, die es möglich macht, diese unbewusste Ebene des Nervensystems zu erreichen und einen heilsamen Verarbeitungsprozess einzuleiten.

 

Somatic Experiencing® ist eine spezielle Herangehensweise bei Traumatisierungen und ersetzt keine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung – kann aber eine sehr positive und effiziente Ergänzung dazu sein.

Somatic Experiencing®

körperorienierte Traumaarbeit

Was ist ein Trauma

 

"Ein Trauma ist wie eine innere Zwangsjacke, die eine Person innerlich erstarren lässt, einen erlebten Augenblick in ihrem Gedächtnis einfriert und die Entfaltung des Lebens unterdrückt. Es unterbricht die Verbindung zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Natur und zu unserer geistigen Quelle. Das Trauma steckt nicht in einem bestimmten Ereignis, sondern im Nervensystem der betroffenen Person."

Peter Levine

 

Ein Trauma ist ein Ereignis, das unsere Unversehrtheit verletzt und lässt uns mit einem Gefühl der Überwältigung und Hilflosigkeit zurück. Traumatische Erlebnisse haben vielerlei Gestalt: Verkehrsunfälle, Stürze, Operationen, Krankheiten, Verletzungen, der Verlust eines nahen Menschen, Vernachlässigung in der Kindheit oder Bedrohung in Mutterleib gehören genauso dazu wie Katastrophen sowie physische, psychische und sexualisierte Gewalt. Traumatisierungen können aber auch von medizinische Behandlungen, einem Hundebiss oder dem Miterleben von Gewalt sowie von Unfällen herrühren.

 

Ein Trauma ist die normale Reaktion des menschlichen Organismus, wenn ein Ereignis/eine Bedrohung oder etwas Schlimmes passiert. Geschieht das Belastende zu plötzlich und zu intensiv ist, oder dauert es zu lange an, erfährt sich eine Person häufig hilflos, ohnmächtig und voller Angst. Unser Nervensystem bleibt so lange in Alarmbereitschaft, bis es erfährt, dass die Gefahr vorüber ist. Wir spüren und erleben das z.B. mit viel gehaltener Anspannung und die zeigt sich mit Verspannungen, Migräne, Schlafstörungen, Bauchbeschwerden usw. aber auch Überreagieren, Angst- und Panikattacken oder Handlungsunfähigkeit, Depression, Erschöpfung. Viele Menschen leiden unter chronischem innerem Stress und können daher nie wirklich zur Ruhe kommen. Anspannung und Entspannung spielt sich zum großen Teil in unserem autonomen(vegetativen) Nervensystem ab. Diese Symptome sind normale Folgen auf ein nicht-alltägliches Ereignis und Ausdruck unserer Selbstregulation.

Traumafolgen können bearbeitet und integriert werden, die Belastungen werden weniger. Stabilisierung ist das Fundament jeder Traumaarbeit, sie ermöglicht Ihnen, sich wieder sicherer zu fühlen und mit starken Gefühlen besser umgehen zu können.

Genaueres erfährst du hier:

Die Biorelease Massage ist ein Bereich der Biodynamischen Körperpsychotherapie – eine tiefenpsychologische, körperorientierte Therapieform, die von der norwegischen Psychologin und Physiotherapeutin Gerda Boyesen (1922 – 2005) entwickelt wurde. 

Auf der Grundlage von Wilhelm Reichs Arbeit, der die fundamentalen Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche nachwies, entwickelte die norwegische Psychologin und Physiotherapeutin in den 60iger Jahren eine eigene Therapieform – die Biodynamische Psychologie und Körpertherapie.

Die Biodynamik beruht auf der Erkenntnis, dass Vorgänge im Körper auf bestimmte Verhaltensmuster, Stress oder psychische Probleme hinweisen. Diese „Botschaften“ des Körpers können gehört, gespürt und aufgeschlüsselt werden. Von besonderer Bedeutung war für Boyesen die Peristaltik – die Bewegung des Darmes. Sie entdeckte, dass die Darmbewegungen auch für den Abbau von stressbedingten Spannungen sorgen. Diese „Psychoperistaltik“ wird in den Biorelease Massagen berrücksichtigt. Jede Emotion, jedes Körperempfinden, jede bildhafte Vorstellung erzeugt eine hörbare Reaktion. Als „Körperfeedback“ leiten und begleiten diese Geräusche die Massage. Klientinnen und Klienten können hören, wie die Lebensenergie wieder zu fliessen beginnt.

Biodynamische Psychologie® und Körperpsychotherapie

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"Über den Körper die Seele heilen"
(G.Boysen)

 

Jeder Körper reagiert in einer Stresssituation mit Anspannung, aus der der gesunde Körper wieder zu seinem Gleichgewicht zurückfindet. Durch belastende Situationen hervorgerufene Gefühle oder Ängste werden oft nicht abgebaut und wir verharren in einem unausgeglichenen Zustand. Findet die Selbstregulation nicht statt, manifestiert sich das Ungleichgewicht in den Muskeln und unseren inneren Organen, vor allem in unserem Verdauungstrakt. Er reguliert den Abbau nervöser Spannungen und dem Darm kommt so eine Doppelfunktion zu, eine organische und eine psychologische.

Schon in der Kindheit wird der physiologische Ausdruck von Gefühlen oft durch Drohungen, Beschämung oder Liebesentzug  unterbrochen. Gefühle wie Angst, Trauer und Wut werden unterdrückt, man hat schließlich keinen Zugang mehr, emotionale Ereignisse zu spüren und zu verdauen. Wird die Gefühlsenergie nicht durch angemessenen Ausdruck und Aktion verbraucht, bleiben Stauungen und Restspannung zurück.

Dies geschieht unbewusst. Die psychoperistaltische Entspannung u. Selbstreinigung werden verhindert. Auf Dauer kommt es zu Verspannungen, Haltungsveränderungen, z. B. hochgezogenen Schultern, Kloß im Hals, Bluthochdruck, Verstopfung, Durchfall, Unruhe in den Beinen, flache Atmung, Schlafstörungen und vielen anderen psychosomatischen Erkrankungen. Es entwickelt sich ein muskulärer Abwehrmechanismus u. damit ein Muskelpanzer, durch den keine Energie mehr hindurchfließen kann. Schon in der Kindheit kann ein solcher Abwehrmechanismus entstehen. Durch die Massage wird die „Psychoperistaltik“ angeregt, d. h. durch Stress oder Schreck aufgebaute psychische Blockierungen werden aufgelöst u. die Person wird wieder in Kontakt mit dem Fluss der Lebensenergie gebracht.

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Psychologische Beratung

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Systemische Beratung heißt, das Ganze zu betrachten und im Blick zu behalten - also nicht nur das Problem, sondern dessen Bedeutung im jeweiligen Lebenskontext der betreffenden Person sowie die Einbindung der sozialen Umwelt. Dies beinhaltet nicht nur Familie und Freundeskreis, sondern auch Arbeitswelt, Lebenszusammenhänge und Sinnbezüge. So geht es vielmehr um das Netz der Beziehungen, den denen eine Person lebt und in dem das Problem einen bestimmten Nutzen erfüllt.

Grundgelegt wurde die systemische Beratung durch Milton Erickson und dann massgeblich von Steve de Shazer weiterentwickelt mit der von ihm entwickelten "lösungsorientierten Kurztherapie". In Folge beschäftigten sich noch viele weitere mit dem Ansatz, am bekanntesten davon: Insoo Kim de Berg und Virginia Satir.

"Das Größte, das ein Mensch empfangen kann, ist dieses:
Gesehen zu werden, gehört zu werden, verstanden zu werden, berührt zu werden.
Das Größte, das ein Mensch geben kann, ist dieses:
Den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen, zu berühren."

Virginia Satir

Abgrenzung zur Psychotherapie

Die Lebens- und Sozialberatung – synonym verwendet auch psychologische Beratung und psychosoziale Beratung – ist im österreichischen Gesundheitssystem gesetzlich verankert (§ 119 GewO, BGBl. II Nr. 140/2003, BGBl. II Nr. 112/2006 Externer Link) und bildet eine Maßnahme der Gesundheitsvorsorge.

Gemäß dem „Memorandum Lebens- und Sozialberatung – Psychologengesetz 2013“ des zuständigen Fachverbandes Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer Österreich bezeichnet psychologische Beratung eine psychologische Maßnahme zur Aufarbeitung und Überwindung von Problemen sowie Konflikten und ist eine zentrale Interventionstechnik im Bereich der nicht-heilkundlichen, d.h. beratenden Psychologie. Hierbei kommen in der Regel psychologische und psychotherapeutische Techniken zum Einsatz, die zum Teil auch aus der Psychotherapie bekannt sind. Während Psychotherapie jedoch eine Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert ist, geht es bei der psychologischen Beratung um Hilfestellungen für psychisch gesunde Menschen mit konkreten Lebensproblemen.

Die Unterscheidung zwischen „Kranken“ und „Gesunden“ erfolgt nach einheitlich festgelegten Kriterien des WHO im Verzeichnis ICD-10, worin sich Kapitel V auf „Psychische- und Verhaltensstörungen“ bezieht. Alles was im ICD-10 als psychische Krankheit aufscheint ist den Psychotherapeuten und Klinischen Psychologen vorbehalten und kein Tätigkeitsbereich der Lebens- und Sozialberater.

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